Bräuche in April

Wir sind ein mul­ti­na­tio­na­les Team … und genie­ßen es! Den Kon­takt zu ande­ren Kul­tu­ren leben wir! Ostern ist ein per­fek­tes Bei­spiel für Bräu­che und Tra­di­tio­nen, von denen wir Ihnen ger­ne erzäh­len. Viel Spaß!

Ostern

Ken­nen Sie “Gockel­ho­len”, oder eine “Kar­frei­tags­ratschen”? ” – Es sind jahr­hun­der­tal­te Tra­di­tio­nen und Bräu­che zu Ostern. Beim „Gockel­ho­len“ stei­gen die Bur­schen bei­spiels­wei­se zum Fens­ter der Ange­be­te­ten, jedoch nur, wenn sie das Jahr zuvor auch mit­ein­an­der getanzt haben. Frü­her durf­te man sich natür­lich nicht erwi­schen las­sen. Heu­te war­ten die Mäd­chen mit Geschen­ken wie Schnaps, Oster­ei­er oder Bier. Die Ratschn ist an Ostern nicht etwa eine geschwät­zi­ge, alte Frau son­dern eine höl­zer­ne Vor­rich­tung, an der man durch Dre­hen einer Kur­bel einen Rie­sen­krach machen kann und die Gläu­bi­gen in die Kir­chen ruft. Denn laut Volks­mund hal­ten die Glo­cken zwi­schen Grün­don­ners­tag und Auf­er­ste­hungs­fei­er die Grab­ru­he des Herrn. In Sankt Maria Thal­kir­chen kann man die Kar­frei­tags­ratschn hören.

die Kar­frei­tags­ratschen — Wir dan­ken dem Pfarr­amt Sankt Maria Thal­kir­chen für die freund­li­che Bereit­stel­lung des Fotos.

Qingming

Auf der gan­zen Welt wer­den um das christ­li­che Oster­fest auch ande­re reli­giö­se Fei­er­lich­kei­ten began­gen. In Chi­na fin­det am 5. April das Qing­ming-Fest statt. Es ist das chi­ne­si­sche Toten­fest, also äqui­va­lent zum christ­li­chen Aller­hei­li­gen. Es fällt auf den 106. Tag nach dem chi­ne­si­schen Son­nen­ka­len­der und wird somit immer zwi­schen dem 4 und 6. April gefei­ert. An die­sem Tag geden­ken die Chi­ne­sen der Vor­fah­ren, säu­bern deren Grä­ber und legen Früch­te, Essen, Blu­men und ande­re Gaben dort ab. Es wer­den Gegen­stän­de aus Papier ver­brannt, um sie den Vor­fah­ren zur Ver­fü­gung zu stellen.

Ramadan

Kurz nach Ostern beginnt am 13. April Rama­dan, der Fas­ten­mo­nat der Mus­li­me. Es ist der neun­te Monat im isla­mi­schen Kalen­der, wodurch der Beginn immer etwas „wan­dert“, meis­tens ca. 10 Tage vor. Das Fas­ten ist allen Mus­li­men vor­ge­schrie­ben, die gesund sind und das Rei­festa­di­um erreicht haben, sofern sie nicht von der Ein­hal­tung des Fas­tens durch ver­schie­de­ne Umstän­de wie eine Rei­se, hohes Alter, Krank­heit, geis­ti­ge Unzu­rech­nungs­fä­hig­keit oder bei Frau­en durch Schwan­ger­schaft oder Stil­len abge­hal­ten wer­den. Der Über­lie­fe­rung nach wur­de zu die­ser Zeit der Koran den Men­schen durch den Erz­engel Gabri­el an den Pro­phe­ten Moham­med über­ge­ben. Der Rama­dan bedeu­tet nicht nur das Fas­ten von Essen und Trin­ken, son­dern auch mora­li­sche und ethi­sche Ver­hal­tens­wei­sen zu beach­ten und sich wie­der dar­auf zu besin­nen. Es lehrt den Fas­ten­den Selbst­dis­zi­plin und Beherr­schung und läu­tert gleich­zei­tig See­le und Kör­per und stärkt das Gottesbewusstsein.

Das All­round Ser­vice Team wünscht allen schö­ne Festtage!

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Jiaozi — Teigtaschen

Da Neu­jahr an der Tür klopft, gibt es jetzt ein ganz klas­si­sches Jiao­zi Rezept von unse­rem Geschwis­ter-Duo aus Öster­reich, Qion­g­lin und Yuru WU.

Jiao­zi ist ein in allen Ecken Chi­nas bekann­tes Gericht. Das Rezept vari­iert von Regi­on zu Regi­on. Die Falt­tech­nik unter­schei­det sich und auch die Fül­lung der Teig­ta­schen kann je nach Gus­to zube­rei­tet wer­den … mit Gemü­se oder Mee­res­früch­ten. Wir stel­len die Jiao­zi mit gemisch­ten Hack­fleisch, Karot­ten und Spitz­kohl vor.

Heng­di­an (Yuru WU)

Jiao­zi wird tra­di­tio­nel­ler­wei­se zu Neu­jahr mit der gan­zen Fami­lie zube­rei­tet und geges­sen – so auch in Hau­se WU. Unse­re Groß­el­tern, Eltern und wir Kin­der ver­sam­meln uns um den Ess­tisch und alle packen mit an:

Papa, Chef­koch der Fami­lie WU, berei­tet die Fül­lung vor und Mama stellt wäh­rend­des­sen den Teig her. Nach­dem alles fer­tig ist, rollt dann Oma den Teig nach tra­di­tio­nel­ler Art und Wei­se aus, wäh­rend wir Geschwis­ter die Jiao­zi falten.

Ein Spaß für die gan­ze Fami­lie und eine schö­ne Art das neue Jahr gemein­sam zu beginnen.

Zutaten

für 4 — 6 Personen

Teig
  • 750 g Mehl (Typ 450)
  • 2,5 EL Salz
  • 400 ml lau­war­mes Wasser
Füllung
  • 500 g gemisch­tes Hackfleisch
  • 250 g gehack­te Karotten
  • 250 g gehack­ter Spitzkohl
  • 3 EL Sojasoße
  • 1 EL dunk­le Sojasoße
  • 1 EL Austernsoße
  • 1 EL Salz
  • 2 Pri­sen Pfeffer
  • 3 Stück Jungzwiebel
  • 30 ml Öl
  • 20 g Ingwer
  • 4 Knob­lauch­ze­hen

Zubereitung

Für den Teig ein­fach Mehl, Salz und Was­ser mischen. Nach­dem sich Klum­pen gebil­det haben, den Teig gut mit den Hän­den durch­kne­ten. Der Teig ist weich genug, wenn er sich nach einem Druck mit dem Fin­ger wie­der auf­bläht, sodass kei­ne Del­le ent­steht. Ist das nicht der Fall, ein­fach die Hand mit etwas Was­ser befeuch­ten und wei­ter kne­ten. Nach dem Kne­ten muss der Teig nun etwas ruhen. Dafür ein Tuch oder eine Frisch­hal­te­fo­lie über den Teig brei­ten, damit er nicht austrocknet.

ACHTUNG: Je län­ger der Teig in Frisch­hal­te­fo­lie gewi­ckelt ist, des­to wei­cher wird er, ABER der Teig darf nicht zu weich wer­den, also aufpassen!

Kom­men wir nun zur Füllung.

Karot­ten und Spitz­kohl zum Hack­fleisch hin­zu­fü­gen und alles mit Soja­so­ße, Aus­tern­so­ße, Salz und Pfef­fer wür­zen. Die Fül­lung gut ver­mi­schen. Jetzt den fein gehack­ten Knob­lauch und Ing­wer in das erhitz­te Öl geben. Nach 30 Sekun­den, oder wenn es anfängt zu duf­ten, Knob­lauch und Ing­wer zusam­men mit dem Öl zur Fül­lung hin­zu mischen.

Die Fül­lung ist je nach Vor­lie­be vari­ier­bar. Für Vege­ta­ri­er und Vega­ner emp­feh­len wir statt Fleisch, Gemü­se mit wenig Was­ser­ge­halt zu verwenden.

Jetzt wird geformt. Etwas Mehl auf der Arbeits­flä­che ver­streu­en und ein Drit­tel des Tei­ges auf die Flä­che geben. Wenn die Arbeits­flä­che groß genug ist, kann auch der gan­ze Teig ver­wen­det wer­den. Den Rest des Teigs wie­der zude­cken. Für die Teig­ta­schen benö­ti­gen wir klei­ne run­de Teig­plat­ten. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Schnel­le Vari­an­te: den Teig ca. 2 mm dick aus­rol­len und mit einem gro­ßen run­den Keks­aus­ste­cher (ca. 10 cm Durch­mes­ser) die Plat­ten ausstechen.
  2. Tra­di­tio­nel­le Vari­an­te: den Teig zu einer Rol­le for­men und mit dem Mes­ser in gleich­mä­ßi­ge Stü­cke von jeweils ca. 4 cm schnei­den. Die klei­nen Teig­stü­cke wer­den mit der Hand­flä­che platt gedrückt und zu mit­tel­di­cken Schei­ben (ca. 2 mm) aus­ge­rollt. Die Schei­ben soll­ten unge­fähr einen Durch­mes­ser von 10 cm haben. Dabei muss der Rand etwas dün­ner als die Mit­te sein, damit die Teig­ta­schen spä­ter beim For­men eine gleich­mä­ßi­ge Dicke haben.

Jetzt zur Befüllung.

Etwa 1–2 Tee­löf­fel der Fül­lung in die Mit­te der Teig­schei­ben geben und die­se schlie­ßen. Wie man die Teig­ta­schen rich­tig fal­tet, wird im Video gezeigt. Mit etwas Übung hat man schnell den Dreh raus. 

Die geschlos­se­nen Teig­ta­schen auf ein mit Mehl bestäub­tes Tablett  geben und mit Frisch­hal­te­fo­lie bede­cken, damit der Teig nicht austrocknet.

Jetzt nur noch die Teig­ta­schen in sie­den­dem Was­ser ca. 7 bis 9 Minu­ten kochen.

Schließ­lich eine klei­ne Schüs­sel Soja­so­ße bereit­stel­len und das Essen ist fertig.

Wir sagen 请慢用 [qíng màn yòng] und 新年快乐 [xīn nián kuài lè]!

(Guten Appe­tit und ein gutes neu­es Jahr!)

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Münchner Weißwurst

Als ech­tes Münch­ner Kindl (ich selbst und auch Eltern und Groß­el­tern sind in Mün­chen gebo­ren und auf­ge­wach­sen) emp­feh­le ich zur Ent­span­nung und zum Genie­ßen ein gemüt­li­ches Weißwurst-Frühstück.

Wer hat denn die Weiß­wurst erfun­den? Seit jeher ran­ken sich vie­le Geschich­ten um die Ent­ste­hung – heut­zu­ta­ge im Inter­net nachzulesen.

Mün­chen — von Petra Schmidt

Und war­um hieß es frü­her: „Weiß­würs­te dür­fen das 12-Uhr-Läu­ten nicht hören“? Als es noch kei­ne ver­nünf­ti­ge Küh­lung gab und die Würs­te noch nicht vor­ge­brüht waren, muss­ten sie schnell ver­zehrt wer­den um sie vor dem Ver­der­ben zu bewah­ren. Die­se Regel wird heut­zu­ta­ge nicht mehr so eng gese­hen. Wich­ti­ger ist, dass der süße Senf und Bre­zen nicht feh­len und als Getränk passt ein Bier per­fekt dazu.

Weiß­wurs­tes­sen ist für mich auch ein Lebens­ge­fühl. In einer Wirt­schaft (Gast­stät­te) sitzt man oft mit Frem­den am Tisch und kommt ins Gespräch oder man trifft sich mit Freunden.

Zutaten pro Person:
  • 2 bis 3 Weißwürste
  • 1 bis 2 Brezen
  • Süßer Senf
Zubereitung:

Was­ser im Topf zum Kochen brin­gen. – Salz ins kochen­de Wasser.

Jetzt die Weiß­würs­te in den Topf und die­sen von der hei­ßen Plat­te neh­men. 10 Minu­ten zie­hen las­sen – fertig.

Übri­gens — bei eini­gen Fami­li­en gibt es am 24.12. immer noch die Weiß­würs­te als Abendessen.

Las­sen Sie es sich schmecken!

Petra Schmidt

Weiß­wurst mit Bre­zel und süßer Senf

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Schwarzaugenbohnen mit Gari und Kochbananen

Das 4. Rezept kommt aus Gha­na, West­afri­ka – vor­ge­stellt von The­re­sa Messerer.

Jetzt den­ken Sie sicher­lich — der Name hat doch nichts mit Afri­ka zu tun! Doch der mei­nes Lebens­part­ners Eric. Er wur­de in Togo gebo­ren und ist in Gha­na auf­ge­wach­sen und ich lie­be sei­ne Rezep­te und sei­ne Kochkünste.

Das wohl typischs­te Gericht für West­afri­ka ist sicher­lich Fufu. Fufu ist eine aus war­men Was­ser und Mani­ok­mehl gestampf­te Mas­se, die mit ver­schie­dens­ten Soßen ser­viert wird. Doch glaubt mir, Fufu schön glatt zu stamp­fen mit der rich­ti­gen Men­ge zwi­schen Was­ser und Mani­ok­mehl ist ohne Know-how echt müh­sam. Daher habe ich mich für ein ande­res und eben­falls sehr lecke­res Gericht ent­schie­den vor­zu­stel­len – beans and gari with riped plantain.

Gari und Boh­nen sind sowas wie Grund­nah­rungs­mit­tel in West­afri­ka. Beson­ders Gari bzw. Mani­ok wird sehr viel­fäl­tig ein­ge­setzt: frit­tiert, gekocht, gestampft, gerie­ben oder gemah­len. Wenn mich Freun­de fra­gen, was Mani­ok ist, sage ich oft, es sieht aus wie eine afri­ka­ni­sche Kar­tof­fel. Mani­ok ist auch in Bra­si­li­en, Mau­ri­ti­us und ande­ren Tei­len Afri­kas weit­ver­brei­tet und sehr beliebt.

Von die­sem Gericht gibt es sicher­lich auch tau­send Abwand­lun­gen und ver­schie­de­ne Arten es zuzu­be­rei­ten oder es mit zusätz­li­chen Zuta­ten zu verfeinern.

Hier ist mein Rezept – viel Spaß beim Nachkochen:

  • Por­tio­nen: 4
  • Zube­rei­tungs­zeit: 30 Minuten
  • Koch­dau­er: 45–60 Minuten
Zutaten:
  • 2 Tas­sen Schwarzaugenbohnen
  • 2 Koch­ba­na­nen
  • 2 Zwie­beln
  • 500 ml Pflanzenöl
  • Nach Bedarf: Gari (Mani­ok­griess)
  • Salz
Zubereitung

Schwarz­au­gen­boh­nen wer­den wie Reis gekocht, mit reich­lich Was­ser und etwas Salz. Soll­te das Was­ser zu schnell ver­damp­fen, ein­fach noch­mal Was­ser zuge­ben. Damit die Boh­nen schön weich wer­den ist viel Was­ser wich­tig. Ins­ge­samt köcheln die Boh­nen unge­fähr 45–60 Minu­ten (+/-) bis sie weich sind.

Wäh­rend die Boh­nen kochen, Zwie­beln in Halb­rin­ge schnei­den und in reich­lich Pflan­zen­öl rös­ten. Die Zwie­beln sol­len dar­in etwas schwim­men, denn das Öl wird spä­ter noch verwendet.

Die Koch­ba­na­nen in Schei­ben schnei­den und in Pflan­zen­öl gold­braun anbra­ten. Auch hier lie­ber etwas mehr Öl ver­wen­den, damit die Koch­ba­na­nen schön saf­tig bleiben.

Wenn alles fer­tig gebrut­zelt und gekocht ist, servieren.

Beim Ser­vie­ren legt Eric gro­ßen Wert auf die Rei­hen­fol­ge: Die Boh­nen zuerst. Anschlie­ßend etwas Zwie­beln und Öl vom Anbra­ten der Zwie­beln über die Boh­nen träu­feln. Dann kommt das Gari für etwas knusp­ri­gen Pepp. Zum Schluss wer­den die Koch­ba­na­nen oben aufgelegt.

Guten Appe­tit!

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Saatencracker

Saa­ten­cra­cker sind ein lecke­rer und gesun­der Snack basie­rend auf vie­len ver­schie­de­nen Saa­ten und kom­men in der Ver­si­on mit dem Kicher­erb­sen­mehl sogar ohne Koh­len­hy­dra­te aus. Sie pas­sen per­fekt zu einem Glas Wein oder Bier, schme­cken zu Sala­ten, mit Frisch­kä­se, Gua­ca­mo­le oder Pes­to oder sie wer­den ein­fach so „weg­ge­putzt“. Unse­re Che­fin, Moni­ca Nadal, war so begeis­tert, dass sie unbe­dingt das Rezept haben woll­te und damit wur­de auch die Idee, Ihnen unse­re Lieb­lings­le­cke­rei­en vor­zu­stel­len, geboren.

Auf den ers­ten Blick denkt man sich viel­leicht, oh … das sind vie­le Zuta­ten (übri­gens erhält­lich auch in Dro­ge­rie- und Bio­märk­ten) aber dafür ist die Zube­rei­tungs­zeit umso kür­zer. Nur ein win­zi­ges Pro­blem könn­te auf­tau­chen: sie sind so lecker, dass frau/man sie immer wie­der backen muss.

Viel Spaß beim Backen und Snacken!

Wörn­brunn — von Vero­ni­ka Becker 
  • Für ca. 50 Stück
  • Zube­rei­tungs­zeit: 15 Min.
  • Back­zeit: 30 Min.
  • Pro Stück ca. 35 kcal

Zutaten:

  • 80g Son­nen­blu­men­ker­ne
  • 15g Pini­en­ker­ne
  • 80g Kicher­erb­sen Mehl (ersatz­wei­se Vollkorn-Dinkelmehl)
  • 40g geschäl­te Hanfsamen
  • 40g Lein­sa­men
  • 10g Chia-Samen
  • 1 TL Kümmelsamen
  • Salz, Pfef­fer
  • 1 TL getrock­ne­ter Thymian
  • 1 TL getrock­ne­ter Rosmarin
  • 1 TL edel­sü­ßes Paprikapulver
  • 4 EL Olivenöl

Zubereitung

  1. Den Back­ofen auf 175° vor­hei­zen. Ein Back­blech mit Back­pa­pier aus­le­gen. Die Son­nen­blu­men und Pini­en­ker­ne grob hacken.
  2. Die gehack­ten Ker­ne mit Kicher­erb­sen­mehl, Hanf­sa­men, Lein­sa­men, Chia-Samen, Küm­mel, ¼ TL Salz, ½ TL Pfef­fer, Thy­mi­an, Ros­ma­rin und Papri­ka­pul­ver in einer Schüs­sel ver­mi­schen. Oli­ven­öl und 150ml Was­ser dazu­ge­ben und alles mit den Rühr­be­sen des Hand­rühr­ge­räts zu einem Teig verrühren
  3. Den Teig auf das Blech geben und mit­hil­fe eines Ess­löf­fels oder Teigscha­bers dünn ver­strei­chen. Den Teig 10 Min. im Ofen (Mit­te) backen.
  4. Das Blech aus dem Ofen neh­men und die Teig­plat­te in Qua­dra­te (ca. 5 x 5 cm) schnei­den. Dann die Saa­ten­cra­cker in wei­te­ren 20 Min. knusp­rig backen.
Saa­ten­cra­cker (Quel­le: Han­nah Frey/ Zucker­frei, die 40 Tage Challenge )

Viel Spaß beim Backen und bis zur nächs­ten Woche!

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Tunesisches Tajine mit Käse und Hühnerfleisch

Und nun geht es wei­ter mit einem Rezept aus Tune­si­en von Samah Djebbi.

Sonn­tag war immer Cous­cous Tag mit Taji­ne bei uns daheim. Wir Kin­der haben unse­rer Mama oft bei den Vor­be­rei­tun­gen gehol­fen – Gemü­se schä­len und schnip­peln. Natür­lich ver­such­ten wir die frit­tier­ten Kar­tof­fel­wür­feln zu sti­bit­zen … Mama pro­tes­tier­te zwar immer hef­tig, aber sie waren ein­fach zu lecker! Ich den­ke sehr oft und ger­ne an die­se Tage zurück.

Sonn­tag ist Cous­cous Tag mit Taji­ne. Die­se „Tra­di­ti­on“ füh­re ich bei mei­ner eige­nen Fami­lie fort.
Jetzt hel­fen mir mei­ne bei­den Jungs mit und auch sie mop­sen ger­ne die frit­tier­ten Kar­tof­feln für den Tajine.

La Mar­sa — von Samah Djebbi

Taji­ne ist eine Art herz­haf­ter Auf­lauf, er kann als Bei­la­ge oder Haupt­ge­richt mit einem Salat ser­viert wer­den. Es gibt ver­schie­de­ne Zube­rei­tungs­mög­lich­kei­ten. Man kann ihn mit Thun­fisch, Hack­fleisch oder Moz­za­rel­la backen. Ich habe heu­te unse­re Lieb­lings­va­ri­an­te mit Käse und Hüh­ner­fleisch für Sie:

Zutaten:

  • 8 Kar­tof­feln
  • 2 Stü­cke Hühnerbrust
  • 1 Bund Peter­si­lie glatt
  • 8 Eier (Grös­se M bis L)
  • Salz und Pfeffer
  • Gemah­le­ner Koriander
  • Kur­ku­ma
  • 200 g gerie­be­nen Käse, z.B. Piz­za Käse, Gou­da oder Emmentaler
  • 1 gro­ße Zwiebel
  • 2 Knob­lauch­ze­hen
  • Öl zum Frittieren

Zubereitung:

Die Kar­tof­feln und die Hüh­ner­brust waschen und in klei­ne Wür­fel schnei­den. Die Peter­si­lie waschen und klein schnei­den, die Zwie­bel wür­feln. Die gewür­fel­ten Kar­tof­feln in einer Pfan­ne mit reich­lich Öl frit­tie­ren und auf einem Küchen­tuch abtrop­fen las­sen. Etwas Öl im Topf erhit­zen und die Zwie­bel anbra­ten. Nun das Fleisch und die zer­drück­ten Knob­lauch­ze­hen dazu­ge­ben, ordent­lich mit Salz, Pfef­fer, Kori­an­der und Kur­ku­ma wür­zen und anbra­ten. Etwas Was­ser hin­zu­ge­ben und köcheln las­sen. Sobald das Fleisch gut durch ist (Koch­zeit ca. 15 Minu­ten), die gewa­sche­ne Peter­si­lie dazu­ge­ben und mit­düns­ten, sodass am Ende eine dick­flüs­si­ge Soße bleibt.

Nun die Eier in einer Schüs­sel ver­quir­len und danach alle rest­li­chen Zuta­ten (Fleisch, Kar­tof­feln und Käse) dazu­ge­ben und alles gut mit­ein­an­der ver­mi­schen, even­tu­ell noch wür­zen und in eine gefet­te­te Auf­lauf­form geben.

Etwa 30 Min. im Back­ofen bei 180 Grad Ober-Unter­hit­ze gold-braun backen.

Nach dem Her­aus­ho­len abküh­len las­sen und dann stür­zen. In gewünsch­te Stü­cke schnei­den und servieren.

Taji­ne mit Hühnchen-Kartoffeln

Shehia Tai­ba (zu Deutsch Guten Appetit)

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Bol Déviré

Er kennt das Gericht von sei­ner Groß­mutter: Bol Déri­vé (gestürz­te Bowl), man­che Mau­ri­tier nen­nen es auch Bol Ren­ver­sé (Magic Bowl).

Unser ers­tes Rezept kommt aus Mau­ri­ti­us — vor­ge­stellt von Lewis Nadal:

Bol Dévi­ré ist eine Fusi­on aus der chi­ne­si­schen und mau­ri­ti­schen Küche und bei mau­ri­ti­schen Fami­li­en sowie der Fami­lie Nadal sehr beliebt. Die Basis der Bowl besteht für gewöhn­lich aus Gar­ne­len und Hähn­chen- Schwei­ne- oder Rind­fleisch, das in einem Wok mit Sau­cen (Austern‑, Soja- und Fisch­sauce) und Gemü­se gebra­ten wird. Das Gan­ze wird am Schluss mit locke­rem Bas­ma­ti- oder Duft­reis bedeckt und auf einen Tel­ler gestürzt. Das kup­pel­ar­ti­ge Gericht wird mit einem Spie­gelei abge­run­det und mit etwas gehack­tem Kori­an­der garniert.

Mau­ri­ti­us — Urlaubs­bild von Moni­ca Nadal (Janu­ar 2020)

Lewis Nadal erzählt: „Mei­ne Groß­mutter hat die­ses Gericht sehr oft am Sonn­tag gekocht und als Kind habe ich ihr dabei immer ger­ne und genau zuge­schaut. Heu­te koche ich das Gericht selbst für mei­ne Fami­lie und mitt­ler­wei­le schaut mir mei­ne Enke­lin zu und hilft mit.“

Auf Mau­ri­ti­us gibt es ver­schie­de­ne Zube­rei­tungs­ar­ten für die­ses Gericht, hier ist das Rezept sei­ner Großmutter.

Por­tio­nen: 4
Zube­rei­tungs­zeit: 30–60 Minu­ten
Koch­dau­er: 15 Minuten

Zutaten

500 g Hähn­chen­brust, Schwei­ne- und/oder Rind­fleisch geschnet­zelt (wer mag ver­wen­det eine Kom­bi­na­ti­on)
250 g küchen­fer­ti­ge Gar­ne­len oder 4 Rie­sen­gar­ne­len geschält pro Por­ti­on
4 EL Sesam- oder Pflan­zen­öl
Jeweils 1 ELSo­ja­sauce, Fisch­sauce, Austernsauce1 Ing­wer (etwa dau­men­groß) gerie­ben oder fein gehackt
5 Stän­gel Peter­si­lie
4 Zwei­ge Thy­mi­an (die Blätt­chen abzup­fen oder abstrei­fen)
1 rote Zwie­bel fein gewür­felt
3 Knob­lauch­ze­hen fein gehackt
1/2 TL Salz
1 TL Pfef­fer gemah­len
2 EL Mais­stär­ke
250 g brau­ne oder wei­ße Cham­pi­gnons in dün­ne Schei­ben geschnit­ten
1 rote Papri­ka in Strei­fen geschnit­ten
1 Bund Pak­soi grob gehakt
3 Karot­ten in dün­ne Strei­fen geschnit­ten (Tipp: Juli­en­ne-Schnei­der ver­wen­den)
350 g unge­koch­ten, gewa­sche­nen Bas­ma­ti- oder Duft­reis
4 Eier
2–3 EL Pflan­zen­öl
eine Hand­voll fri­schen Kori­an­der grob gehackt

Was Sie sonst noch brauchen:

4 Schüs­seln mit je ca. 400 ml Fassungsvermögen

Zubereitung

Den Reis gar kochen und seit­lich stellen.

Im Wok das Öl erhit­zen. Den vor­be­rei­te­ten Knob­lauch, Ing­wer sowie die Kräu­ter hin­zu­ge­ben und für 2 Minu­ten anbra­ten. Anschlie­ßend das Fleisch mit dem Pfef­fer ver­men­gen und die Gar­ne­len zusam­men mit den Cham­pi­gnons dazu­ge­ben und für wei­te­re 2–3 Minu­ten bra­ten. Jetzt wer­den die Sau­cen hin­zu­ge­fügt. Unter stän­di­gem Rüh­ren bei mitt­le­rer Hit­ze wei­ter­ko­chen las­sen. Die Mais­stär­ke mit 2 EL Was­ser glatt­rüh­ren und unter­rüh­ren. Dabei immer Wei­ter­rüh­ren und alle Zuta­ten ver­mi­schen, nach Geschmack sal­zen. Etwa 10 Minu­ten köcheln lassen.

Die Eier jeweils ein­zeln zu Spie­gel­eier in einer klei­nen beschich­te­ten Pfan­ne bra­ten, eine Schüs­sel auf die Pfan­ne stel­len und anschlie­ßend schnell umdre­hen (Ach­tung: dabei bit­te nicht die Hand ver­bren­nen). In die Schüs­sel mit dem Spie­gelei ein wenig Kori­an­der dar­über streu­en, dann die Gar­ne­len dazu geben und jeweils einen Schöpf­löf­fel der Fleisch-/ Gemü­semi­schung aus dem Wok dar­über ver­tei­len. Anschlie­ßend die Schüs­sel mit dem Reis bis zum Rand auf­fül­len. Einen Esstel­ler umge­dreht auf die Schüs­sel stel­len und ser­vie­ren. Jetzt am Tisch wird das Kunst­werk umge­dreht (daher kommt der Name Bol Dévi­ré – „Schüs­sel auf den Kopf gestellt“). Nun die Schüs­sel leicht hin- und her­dre­hen und die Schüs­sel entfernen.

Bol Dévi­ré

Lewis Nadal wünscht einen guten Appetit

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Lasst die Reise beginnen

Herbst Blues und auch noch Corona Blues?

Was tun dage­gen? Wir mei­nen  … kochen und dabei mit Rezep­ten aus nah und fern kuli­na­risch verreisen!

Anfang Herbst trifft sich unser bun­tes Team immer bei Moni­ca & Lewis Nadal zu einem gesel­li­gen Bei­sam­men­sein. Dann steu­ern wir alle ein hei­mi­sches Gericht oder eine Spe­zia­li­tät aus der Hei­mat des Part­ners bei. Das ist auf­grund der COVID-Rege­lun­gen die­ses Jahr lei­der aus­ge­fal­len … wie viel­leicht bei Ihnen so man­che Feier.

Wir laden Sie jetzt zu einer Rezept-Rei­se ein und unse­re Pro­jekt-Koor­di­na­to­rin­nen ver­öf­fent­li­chen jede Woche ihr per­sön­li­ches Lieb­lings­re­zept. Ent­de­cken Sie auf unse­rer Koch-Tour Ihren Favo­ri­ten – wir freu­en uns auf Ihr Feed­back und natür­lich auch auf ein Rezept von Ihnen. Unse­re Kollegen*innen, die auch die Spei­se­plä­ne und Rezep­te für lecke­re Gerich­te eines Mit­ar­bei­ter-Restau­rants in Mün­chen über­set­zen, über­neh­men die sprach­li­che Kulinarik.

Las­sen Sie sich über­ra­schen und kochen Sie mit!

Wir star­ten kom­men­den Mitt­woch mit einem Gericht aus Mauritius!

Bis nächs­te Woche

Ihr All­round Ser­vice Team

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Aller anfang ist schwer

… so auch der Start in die 2020er! Eine Kri­sen­mel­dung jag­te die ande­re. Unge­ach­tet der viel­fäl­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen bli­cken wir nach vorn.

COVID-19 zwang vie­le Unter­neh­men und uns schnell neue Wege zu fin­den. Digi­ta­li­sie­rung war die Lösung. All­round Ser­vice hat die Zeit genützt und das Port­fo­lio erweitert.

Wie Mee­tings in Zei­ten von Kon­takt­be­schrän­kun­gen und Abstands­re­geln orga­ni­sie­ren? Inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen und die Poli­tik haben es gezeigt. All­round Ser­vice bie­tet seit April vir­tu­el­le Ver­an­stal­tun­gen mit Ver­dol­met­schung in gro­ßem und klei­nem Rah­men an – auch mit Teilpräsenz.

Teil­neh­mer kön­nen in Ihrer Spra­che an Dis­kus­sio­nen teil­neh­men und Prä­sen­ta­tio­nen ver­fol­gen. Wie bis­her – eben nur vir­tu­ell und das Dol­metsch-Team arbei­tet im Hin­ter­grund mit einer hoch­wer­ti­gen Tech­nik­aus­stat­tung von zu Hau­se aus.

Remo­te Dol­met­schen ist die per­fek­te Lösung und schont dabei Umwelt und redu­ziert Reisekosten.

Unse­re Erfah­run­gen und die posi­ti­ven Rück­mel­dun­gen zei­gen das ist der Weg der Zukunft.

Nun gehen wir einen wei­te­ren Schritt und begrü­ßen eine neue Kol­le­gin und Prak­ti­kan­tin Maria Mar­tín-Peñas­co Fuer­tes aus Bar­ce­lo­na. Wir freu­en dar­auf, Maria auf Ihrem Weg in das Berufs­le­ben zu beglei­ten, ihr viel zu zei­gen und auch von ihr zu ler­nen auf unse­rem Weg mit Blick nach vorne.