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Bräuche in April

Wir sind ein mul­ti­na­tio­na­les Team … und genie­ßen es! Den Kon­takt zu ande­ren Kul­tu­ren leben wir! Ostern ist ein per­fek­tes Bei­spiel für Bräu­che und Tra­di­tio­nen, von denen wir Ihnen ger­ne erzäh­len. Viel Spaß!

Ostern

Ken­nen Sie “Gockel­ho­len”, oder eine “Kar­frei­tags­ratschen”? ” – Es sind jahr­hun­der­tal­te Tra­di­tio­nen und Bräu­che zu Ostern. Beim „Gockel­ho­len“ stei­gen die Bur­schen bei­spiels­wei­se zum Fens­ter der Ange­be­te­ten, jedoch nur, wenn sie das Jahr zuvor auch mit­ein­an­der getanzt haben. Frü­her durf­te man sich natür­lich nicht erwi­schen las­sen. Heu­te war­ten die Mäd­chen mit Geschen­ken wie Schnaps, Oster­ei­er oder Bier. Die Ratschn ist an Ostern nicht etwa eine geschwät­zi­ge, alte Frau son­dern eine höl­zer­ne Vor­rich­tung, an der man durch Dre­hen einer Kur­bel einen Rie­sen­krach machen kann und die Gläu­bi­gen in die Kir­chen ruft. Denn laut Volks­mund hal­ten die Glo­cken zwi­schen Grün­don­ners­tag und Auf­er­ste­hungs­fei­er die Grab­ru­he des Herrn. In Sankt Maria Thal­kir­chen kann man die Kar­frei­tags­ratschn hören.

die Kar­frei­tags­ratschen — Wir dan­ken dem Pfarr­amt Sankt Maria Thal­kir­chen für die freund­li­che Bereit­stel­lung des Fotos.

Qingming

Auf der gan­zen Welt wer­den um das christ­li­che Oster­fest auch ande­re reli­giö­se Fei­er­lich­kei­ten began­gen. In Chi­na fin­det am 5. April das Qing­ming-Fest statt. Es ist das chi­ne­si­sche Toten­fest, also äqui­va­lent zum christ­li­chen Aller­hei­li­gen. Es fällt auf den 106. Tag nach dem chi­ne­si­schen Son­nen­ka­len­der und wird somit immer zwi­schen dem 4 und 6. April gefei­ert. An die­sem Tag geden­ken die Chi­ne­sen der Vor­fah­ren, säu­bern deren Grä­ber und legen Früch­te, Essen, Blu­men und ande­re Gaben dort ab. Es wer­den Gegen­stän­de aus Papier ver­brannt, um sie den Vor­fah­ren zur Ver­fü­gung zu stellen.

Ramadan

Kurz nach Ostern beginnt am 13. April Rama­dan, der Fas­ten­mo­nat der Mus­li­me. Es ist der neun­te Monat im isla­mi­schen Kalen­der, wodurch der Beginn immer etwas „wan­dert“, meis­tens ca. 10 Tage vor. Das Fas­ten ist allen Mus­li­men vor­ge­schrie­ben, die gesund sind und das Rei­festa­di­um erreicht haben, sofern sie nicht von der Ein­hal­tung des Fas­tens durch ver­schie­de­ne Umstän­de wie eine Rei­se, hohes Alter, Krank­heit, geis­ti­ge Unzu­rech­nungs­fä­hig­keit oder bei Frau­en durch Schwan­ger­schaft oder Stil­len abge­hal­ten wer­den. Der Über­lie­fe­rung nach wur­de zu die­ser Zeit der Koran den Men­schen durch den Erz­engel Gabri­el an den Pro­phe­ten Moham­med über­ge­ben. Der Rama­dan bedeu­tet nicht nur das Fas­ten von Essen und Trin­ken, son­dern auch mora­li­sche und ethi­sche Ver­hal­tens­wei­sen zu beach­ten und sich wie­der dar­auf zu besin­nen. Es lehrt den Fas­ten­den Selbst­dis­zi­plin und Beherr­schung und läu­tert gleich­zei­tig See­le und Kör­per und stärkt das Gottesbewusstsein.

Das All­round Ser­vice Team wünscht allen schö­ne Festtage!

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Ricotta-Gnocchi

Ricot­ta-Gnoc­chi ist kein spe­zi­el­les Rezept mei­ner Fami­lie. Ricot­ta Gnoc­chi wer­den in fast allen Gegen­den Ita­li­ens ger­ne geges­sen und trotz­dem sind sie oft nicht bekannt. Bei mir wecken sie schö­ne Kind­heits­er­in­ne­run­gen. Es ver­setzt mich in die Som­mer­fe­ri­en zurück, die ich bei mei­nen Groß­el­tern in den Ber­gen des Tren­ti­no ver­brach­te, wo ich ein­fach glück­lich war. Ein biss­chen so wie bei Mar­cel Proust und sei­nen gelieb­ten Made­lei­nes. Ricot­ta-Gnoc­chi rufen mei­ne mémoi­re invo­lon­taire wach. 

Im Gegen­satz zur Groß­stadt, in der ich auf­ge­wach­sen bin, wer­den im Tren­ti­no immer noch fri­sche Pro­duk­te von loka­len Erzeu­gern verwendet.

Als Kind habe ich es geliebt, mit mei­ner non­na ein­kau­fen zu gehen und fri­schen Ricot­ta im Mol­ke­rei­la­den zu kau­fen. Den aß ich dann schon oft zum Früh­stück. Ich strich mir ein Brot mit Ricot­ta und streu­te etwas Zucker dar­über — und konn­te guter Din­ge in den Tag starten.

Vor eini­gen Tagen habe ich mei­ne non­na ange­ru­fen, um sie nach ihrem Rezept für die Ricot­ta-Gnoc­chi zu fragen.

Es ist ein sehr ein­fa­ches, lecke­res Rezept. Hier kom­men die Zuta­ten und die Zubereitungshinweise…

Portion für 2–3 Personen:

  • 250 g fes­ter Ricot­ta (alter­na­tiv ein Ricot­ta aus dem Super­markt, auch wenn die­ser nicht die­sel­be Qua­li­tät hat)
  • 100 g Wei­zen­mehl Typ 00 (ent­spricht dem Piz­zamehl) even­tu­ell noch etwas Mehl hin­zu­fü­gen, bis ein fes­ter Teig ent­steht, der aber den­noch schön geschmei­dig bleibt
  • 2 EL Gra­na Padano
  • 1 Ei
  • 1 Pri­se Salz
  • But­ter
  • Sal­bei
  • Optio­nal: gerie­be­ner Trüffel

Was­ser und Salz (nach Belie­ben) in einem Topf zum Kochen bringen

In der Zwi­schen­zeit den Ricot­ta, das Ei, einen Teil des Mehls, Salz und den Gra­na Pada­no in eine Schüs­sel geben. Alles mit den Hän­den zu einem Teig ver­kne­ten. Ist die­ser noch nicht fest genug, noch etwas Mehl hinzugeben.

Sobald der Teig fer­tig ist, auf eine bemehl­te Arbeits­flä­che geben und zu mit­tel­gro­ßen Kugeln (oder in belie­bi­ge ande­re For­men) rollen.

Die fer­tig geform­ten Gnoc­chi mit etwas Mehl bestäu­ben und ins Was­ser geben.

But­ter und Sal­bei in eine Pfan­ne geben und so lan­ge erhit­zen, bis die But­ter gebräunt ist.

Sobald die Gnoc­chi an die Ober­flä­che kom­men, mit einem Schaum­löf­fel aus dem Was­ser neh­men, in die Pfan­ne geben und in der Sal­bei­but­ter anbraten.

Nach Belie­ben mit gerie­be­nem Trüf­fel oder Gra­na Pada­no bestreuen.

Buon appe­ti­to!

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Österreichische Marillenknödel

Das Rezept für die­se Woche kommt aus Öster­reich – vor­ge­stellt von Jes­si­ca May:

Ich kann mich noch gut erin­nern, dass mei­ne Oma in den Feri­en öfters Maril­len­knö­del gemacht hat. Das war für mich immer etwas beson­ders – Omas Verwöhn-Programm.

Heu­te isst man die Maril­len­knö­del haupt­säch­lich als Nach­spei­se. Frü­her war es als Haupt­ge­richt gedacht, wie übri­gens auch die meis­ten ande­ren öster­rei­chi­schen Mehlspeisen.

Schon gewusst, dass die eins­ti­ge Luxus­spei­se und spä­te­re Haus­manns­kost heu­te unter kuli­na­ri­schem Denk­mal­schutz steht? Unglaub­lich aber wahr!

Sie zäh­len zu den Küchen­klas­si­kern, deren Rezep­tu­ren in einem Safe der Öster­rei­chi­schen Natio­nal­bi­blio­thek in Wien lagern — um sie der Nach­welt zu erhalten.

Hier Omas Ver­wöhn Programm:

  • Arbeits­zeit: ca. 30 Minuten
  • Ruhe­zeit: ca. 1 Stunde
  • Koch-/ Back­zeit: ca. 30 Minuten
  • Gesamt­zeit: ca. 2 Stunden
Zutaten für 5 Portionen:
  • 500g Quark (Top­fen)
  • 100 g Butter
  • 2 Ei(er)
  • 250 g Mehl
  • 1 Prise(n) Salz
  • etwas Wei­zen­grieß zum Bin­den d. Teiges
  • 10 Aprikose(n) (Maril­len)
  • Sem­mel­brö­sel
  • Zucker
  • But­ter
  • evtl. Zimt

Die ange­ge­be­ne Teig­men­ge reicht für 10 Knödel!

Top­fen, Eier, But­ter und Salz zu einem glat­ten Teig ver­kne­ten, ca. 1 — 2 EL Grieß hin­zu­fü­gen und noch­mals gut durch­kne­ten. Ca. 1 Stun­de kalt stel­len, damit der Grieß quel­len kann.

Maril­len ent­ker­nen. Anstel­le von Maril­len kann man auch Zwetsch­gen verwenden.

Den Teig zu einer Rol­le for­men und in 10 glei­che Tei­le tei­len. Da der Teig etwas kleb­rig sein kann, immer mit bemehl­ten Hän­den den Teig um die Früch­te wickeln. Der Teig­man­tel wird je nach Grö­ße der Früch­te ca. 1 — 2 cm dick sein.

In leicht sie­den­dem, leicht gesal­ze­nem Was­ser ca. 20 — 30 min zie­hen las­sen (kommt dar­auf an, ob sie frisch ver­wen­det wer­den, oder aus dem Tief­küh­ler in den Topf kom­men). Der Teig soll­te schön auf­ge­gan­gen sein und die Frucht innen weich.

Wäh­rend­des­sen in einer gro­ßen Pfan­ne But­ter erhit­zen, Sem­mel­brö­sel und Zucker zuge­ben und auf klei­ner Flam­me lang­sam braun rös­ten. Die jeweils ver­wen­de­te Men­ge an But­ter, Brö­sel und Zucker kann jeder selbst bestim­men, ist Geschmacks­sa­che.
Die fer­ti­gen Knö­del abtrop­fen las­sen, zu den brau­nen Brö­seln in die Pfan­ne geben, rund­her­um wen­den und noch warm ser­vie­ren.
Evtl. mit Staub­zu­cker und Zimt bestreuen.

Guten Appe­tit!

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Jiaozi — Teigtaschen

Da Neu­jahr an der Tür klopft, gibt es jetzt ein ganz klas­si­sches Jiao­zi Rezept von unse­rem Geschwis­ter-Duo aus Öster­reich, Qion­g­lin und Yuru WU.

Jiao­zi ist ein in allen Ecken Chi­nas bekann­tes Gericht. Das Rezept vari­iert von Regi­on zu Regi­on. Die Falt­tech­nik unter­schei­det sich und auch die Fül­lung der Teig­ta­schen kann je nach Gus­to zube­rei­tet wer­den … mit Gemü­se oder Mee­res­früch­ten. Wir stel­len die Jiao­zi mit gemisch­ten Hack­fleisch, Karot­ten und Spitz­kohl vor.

Heng­di­an (Yuru WU)

Jiao­zi wird tra­di­tio­nel­ler­wei­se zu Neu­jahr mit der gan­zen Fami­lie zube­rei­tet und geges­sen – so auch in Hau­se WU. Unse­re Groß­el­tern, Eltern und wir Kin­der ver­sam­meln uns um den Ess­tisch und alle packen mit an:

Papa, Chef­koch der Fami­lie WU, berei­tet die Fül­lung vor und Mama stellt wäh­rend­des­sen den Teig her. Nach­dem alles fer­tig ist, rollt dann Oma den Teig nach tra­di­tio­nel­ler Art und Wei­se aus, wäh­rend wir Geschwis­ter die Jiao­zi falten.

Ein Spaß für die gan­ze Fami­lie und eine schö­ne Art das neue Jahr gemein­sam zu beginnen.

Zutaten

für 4 — 6 Personen

Teig
  • 750 g Mehl (Typ 450)
  • 2,5 EL Salz
  • 400 ml lau­war­mes Wasser
Füllung
  • 500 g gemisch­tes Hackfleisch
  • 250 g gehack­te Karotten
  • 250 g gehack­ter Spitzkohl
  • 3 EL Sojasoße
  • 1 EL dunk­le Sojasoße
  • 1 EL Austernsoße
  • 1 EL Salz
  • 2 Pri­sen Pfeffer
  • 3 Stück Jungzwiebel
  • 30 ml Öl
  • 20 g Ingwer
  • 4 Knob­lauch­ze­hen

Zubereitung

Für den Teig ein­fach Mehl, Salz und Was­ser mischen. Nach­dem sich Klum­pen gebil­det haben, den Teig gut mit den Hän­den durch­kne­ten. Der Teig ist weich genug, wenn er sich nach einem Druck mit dem Fin­ger wie­der auf­bläht, sodass kei­ne Del­le ent­steht. Ist das nicht der Fall, ein­fach die Hand mit etwas Was­ser befeuch­ten und wei­ter kne­ten. Nach dem Kne­ten muss der Teig nun etwas ruhen. Dafür ein Tuch oder eine Frisch­hal­te­fo­lie über den Teig brei­ten, damit er nicht austrocknet.

ACHTUNG: Je län­ger der Teig in Frisch­hal­te­fo­lie gewi­ckelt ist, des­to wei­cher wird er, ABER der Teig darf nicht zu weich wer­den, also aufpassen!

Kom­men wir nun zur Füllung.

Karot­ten und Spitz­kohl zum Hack­fleisch hin­zu­fü­gen und alles mit Soja­so­ße, Aus­tern­so­ße, Salz und Pfef­fer wür­zen. Die Fül­lung gut ver­mi­schen. Jetzt den fein gehack­ten Knob­lauch und Ing­wer in das erhitz­te Öl geben. Nach 30 Sekun­den, oder wenn es anfängt zu duf­ten, Knob­lauch und Ing­wer zusam­men mit dem Öl zur Fül­lung hin­zu mischen.

Die Fül­lung ist je nach Vor­lie­be vari­ier­bar. Für Vege­ta­ri­er und Vega­ner emp­feh­len wir statt Fleisch, Gemü­se mit wenig Was­ser­ge­halt zu verwenden.

Jetzt wird geformt. Etwas Mehl auf der Arbeits­flä­che ver­streu­en und ein Drit­tel des Tei­ges auf die Flä­che geben. Wenn die Arbeits­flä­che groß genug ist, kann auch der gan­ze Teig ver­wen­det wer­den. Den Rest des Teigs wie­der zude­cken. Für die Teig­ta­schen benö­ti­gen wir klei­ne run­de Teig­plat­ten. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Schnel­le Vari­an­te: den Teig ca. 2 mm dick aus­rol­len und mit einem gro­ßen run­den Keks­aus­ste­cher (ca. 10 cm Durch­mes­ser) die Plat­ten ausstechen.
  2. Tra­di­tio­nel­le Vari­an­te: den Teig zu einer Rol­le for­men und mit dem Mes­ser in gleich­mä­ßi­ge Stü­cke von jeweils ca. 4 cm schnei­den. Die klei­nen Teig­stü­cke wer­den mit der Hand­flä­che platt gedrückt und zu mit­tel­di­cken Schei­ben (ca. 2 mm) aus­ge­rollt. Die Schei­ben soll­ten unge­fähr einen Durch­mes­ser von 10 cm haben. Dabei muss der Rand etwas dün­ner als die Mit­te sein, damit die Teig­ta­schen spä­ter beim For­men eine gleich­mä­ßi­ge Dicke haben.

Jetzt zur Befüllung.

Etwa 1–2 Tee­löf­fel der Fül­lung in die Mit­te der Teig­schei­ben geben und die­se schlie­ßen. Wie man die Teig­ta­schen rich­tig fal­tet, wird im Video gezeigt. Mit etwas Übung hat man schnell den Dreh raus. 

Die geschlos­se­nen Teig­ta­schen auf ein mit Mehl bestäub­tes Tablett  geben und mit Frisch­hal­te­fo­lie bede­cken, damit der Teig nicht austrocknet.

Jetzt nur noch die Teig­ta­schen in sie­den­dem Was­ser ca. 7 bis 9 Minu­ten kochen.

Schließ­lich eine klei­ne Schüs­sel Soja­so­ße bereit­stel­len und das Essen ist fertig.

Wir sagen 请慢用 [qíng màn yòng] und 新年快乐 [xīn nián kuài lè]!

(Guten Appe­tit und ein gutes neu­es Jahr!)

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Weihnachtsplätzchen

Weih­nach­ten ist nicht mehr weit weg und für alle, die süße Lecke­rei­en mögen, hat Eli­sa­beth Feul­ner genau die rich­ti­ge Idee für graue und ver­reg­ne­te Tage … näm­lich Weih­nachts­lie­der strea­men und Plätz­chen backen. Dann kommt bestimmt Weih­nachts­stim­mung auf und spä­tes­tens beim Aus­ste­chen ist man im Adventsmodus.

Ich backe nach dem fol­gen­den Rezept seit vie­len Jah­ren. Mein Vor­schlag hat zum Einen den Vor­teil, dass man oder frau dazu nicht unbe­dingt ein Back-Pro­fi sein muss und zum Ande­ren – das ist natür­lich die Haupt­sa­che – schme­cken die Plätz­chen wirk­lich lecker. Nur aus­rei­chend Zeit soll­te man mit­brin­gen. Denn je nach­dem, wie groß die Kek­se aus­ge­sto­chen wer­den kann das Auf­tra­gen der ein­zel­nen Schich­ten etwas län­ger dau­ern. Ich neh­me immer rela­tiv klei­ne Aus­stech­for­men her, weil sie dann bes­ser schme­cken und es nach „mehr“ aussieht.

Vie­le Spaß beim Backen und Fro­he Weihnachten!

Zutaten:
  • 150 g Mehl
  • 40 g Zucker
  • 75 g Butter
  • 2 Eigel­be
  • 1 Pri­se Salz
  • 100 g Marzipanrohmasse
  • 50 g Kuvertüre
  • 50 g Aprikosenmarmelade
  • Wahl­nuss­ker­ne
Zubereitung:

Aus Mehl, Zucker But­ter, Eigelb und einer Pri­se Salz einen Knet­teig her­stel­len, dünn aus­rol­len und Plätz­chen aus­ste­chen. Bei 200 Grad 5–10 Minu­ten backen und dann abküh­len lassen.

Die Kek­se dünn mit Apri­ko­sen­mar­me­la­de bestrei­chen und mit einem Stück Mar­zi­pan bele­gen. Anschlie­ßend mit Kuver­tü­re über­zie­hen und mit einem Wahl­nuss­kern verzieren.

Tipp: um das Eiweiß zu ver­wer­ten, bie­tet es sich an, spä­ter noch Makro­nen zu backen.

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Münchner Weißwurst

Als ech­tes Münch­ner Kindl (ich selbst und auch Eltern und Groß­el­tern sind in Mün­chen gebo­ren und auf­ge­wach­sen) emp­feh­le ich zur Ent­span­nung und zum Genie­ßen ein gemüt­li­ches Weißwurst-Frühstück.

Wer hat denn die Weiß­wurst erfun­den? Seit jeher ran­ken sich vie­le Geschich­ten um die Ent­ste­hung – heut­zu­ta­ge im Inter­net nachzulesen.

Mün­chen — von Petra Schmidt

Und war­um hieß es frü­her: „Weiß­würs­te dür­fen das 12-Uhr-Läu­ten nicht hören“? Als es noch kei­ne ver­nünf­ti­ge Küh­lung gab und die Würs­te noch nicht vor­ge­brüht waren, muss­ten sie schnell ver­zehrt wer­den um sie vor dem Ver­der­ben zu bewah­ren. Die­se Regel wird heut­zu­ta­ge nicht mehr so eng gese­hen. Wich­ti­ger ist, dass der süße Senf und Bre­zen nicht feh­len und als Getränk passt ein Bier per­fekt dazu.

Weiß­wurs­tes­sen ist für mich auch ein Lebens­ge­fühl. In einer Wirt­schaft (Gast­stät­te) sitzt man oft mit Frem­den am Tisch und kommt ins Gespräch oder man trifft sich mit Freunden.

Zutaten pro Person:
  • 2 bis 3 Weißwürste
  • 1 bis 2 Brezen
  • Süßer Senf
Zubereitung:

Was­ser im Topf zum Kochen brin­gen. – Salz ins kochen­de Wasser.

Jetzt die Weiß­würs­te in den Topf und die­sen von der hei­ßen Plat­te neh­men. 10 Minu­ten zie­hen las­sen – fertig.

Übri­gens — bei eini­gen Fami­li­en gibt es am 24.12. immer noch die Weiß­würs­te als Abendessen.

Las­sen Sie es sich schmecken!

Petra Schmidt

Weiß­wurst mit Bre­zel und süßer Senf

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Schwarzaugenbohnen mit Gari und Kochbananen

Das 4. Rezept kommt aus Gha­na, West­afri­ka – vor­ge­stellt von The­re­sa Messerer.

Jetzt den­ken Sie sicher­lich — der Name hat doch nichts mit Afri­ka zu tun! Doch der mei­nes Lebens­part­ners Eric. Er wur­de in Togo gebo­ren und ist in Gha­na auf­ge­wach­sen und ich lie­be sei­ne Rezep­te und sei­ne Kochkünste.

Das wohl typischs­te Gericht für West­afri­ka ist sicher­lich Fufu. Fufu ist eine aus war­men Was­ser und Mani­ok­mehl gestampf­te Mas­se, die mit ver­schie­dens­ten Soßen ser­viert wird. Doch glaubt mir, Fufu schön glatt zu stamp­fen mit der rich­ti­gen Men­ge zwi­schen Was­ser und Mani­ok­mehl ist ohne Know-how echt müh­sam. Daher habe ich mich für ein ande­res und eben­falls sehr lecke­res Gericht ent­schie­den vor­zu­stel­len – beans and gari with riped plantain.

Gari und Boh­nen sind sowas wie Grund­nah­rungs­mit­tel in West­afri­ka. Beson­ders Gari bzw. Mani­ok wird sehr viel­fäl­tig ein­ge­setzt: frit­tiert, gekocht, gestampft, gerie­ben oder gemah­len. Wenn mich Freun­de fra­gen, was Mani­ok ist, sage ich oft, es sieht aus wie eine afri­ka­ni­sche Kar­tof­fel. Mani­ok ist auch in Bra­si­li­en, Mau­ri­ti­us und ande­ren Tei­len Afri­kas weit­ver­brei­tet und sehr beliebt.

Von die­sem Gericht gibt es sicher­lich auch tau­send Abwand­lun­gen und ver­schie­de­ne Arten es zuzu­be­rei­ten oder es mit zusätz­li­chen Zuta­ten zu verfeinern.

Hier ist mein Rezept – viel Spaß beim Nachkochen:

  • Por­tio­nen: 4
  • Zube­rei­tungs­zeit: 30 Minuten
  • Koch­dau­er: 45–60 Minuten
Zutaten:
  • 2 Tas­sen Schwarzaugenbohnen
  • 2 Koch­ba­na­nen
  • 2 Zwie­beln
  • 500 ml Pflanzenöl
  • Nach Bedarf: Gari (Mani­ok­griess)
  • Salz
Zubereitung

Schwarz­au­gen­boh­nen wer­den wie Reis gekocht, mit reich­lich Was­ser und etwas Salz. Soll­te das Was­ser zu schnell ver­damp­fen, ein­fach noch­mal Was­ser zuge­ben. Damit die Boh­nen schön weich wer­den ist viel Was­ser wich­tig. Ins­ge­samt köcheln die Boh­nen unge­fähr 45–60 Minu­ten (+/-) bis sie weich sind.

Wäh­rend die Boh­nen kochen, Zwie­beln in Halb­rin­ge schnei­den und in reich­lich Pflan­zen­öl rös­ten. Die Zwie­beln sol­len dar­in etwas schwim­men, denn das Öl wird spä­ter noch verwendet.

Die Koch­ba­na­nen in Schei­ben schnei­den und in Pflan­zen­öl gold­braun anbra­ten. Auch hier lie­ber etwas mehr Öl ver­wen­den, damit die Koch­ba­na­nen schön saf­tig bleiben.

Wenn alles fer­tig gebrut­zelt und gekocht ist, servieren.

Beim Ser­vie­ren legt Eric gro­ßen Wert auf die Rei­hen­fol­ge: Die Boh­nen zuerst. Anschlie­ßend etwas Zwie­beln und Öl vom Anbra­ten der Zwie­beln über die Boh­nen träu­feln. Dann kommt das Gari für etwas knusp­ri­gen Pepp. Zum Schluss wer­den die Koch­ba­na­nen oben aufgelegt.

Guten Appe­tit!

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