Viele Unternehmen setzen auf ihre zweisprachigen Mitarbeiter:innen, wenn es „mal eben schnell“ etwas zu übersetzen oder zu dolmetschen gibt. Das klingt praktisch … ist allerdings nicht immer sinnvoll 😉
Warum eigentlich?
Viele von uns sprechen zwei oder mehrere Sprachen fließend und das ist beeindruckend und wertvoll … hat jedoch wenig mit professionellem Übersetzen und Dolmetschen zu tun. Profis müssen Texte, egal ob mündlich oder schriftlich, vollständig und zielgruppengerecht in die andere Sprache transportieren oder übersetzen. Das erfordert neben der reinen Sprachkenntnis das Verständnis des Fachgebiets, das Wissen um kulturelle Feinheiten und das Erkennen von feinen Zwischentönen. Beim Dolmetschen muss dies zusätzlich in Echtzeit geschehen.
Dafür studieren Dolmetscher:innen und Übersetzer:innen viele Jahre und schließen heute die Universität/Fachhochschule mit einem Bachelor oder Master ab. Sie sind eben die Sprachprofis.
Klar ist man im eigenen Fachgebiet mit der entsprechenden Materie bestens vertraut, kennt sich mit dem „Fachjargon“ und typischen Corporate-Begriffen aus – oft in beiden Sprachen. Aber reicht das aus? Oder fehlt am Ende nicht doch die Sprachausbildung? Und es stellt sich die Frage nach dem Zeitaufwand!
Wie lange braucht der oder die Mitarbeiter:in für ein professionelles Übersetzungsergebnis?
Kann er oder sie beim Dolmetschen mit der Sprechergeschwindigkeit mithalten? Klappt das im Zusammenspiel mit der Technik? Wir haben von den Herausforderungen beim Dolmetschen bereits Ende Januar berichtet.
Viele Überlegungen und Fragen! Wir finden, für ein professionelles Ergebnis in angemessener Zeit sollte die Arbeit, der Job den Profis überlassen werden, im Sinne eines effizienten und optimalen Outcomes. Das ist am Ende kostengünstiger.
Wir sprechen nicht vom Schreiben kurzer Mails oder von der Unterstützung bei informellen Gesprächen. Es geht um die Übersetzung von Fach- oder Marketing-Texten oder um die Verdolmetschung von Verhandlungen, Sitzungen, Meetings usw.
Dann werden bei der Inhouse-Produktion personelle Kapazitäten gebunden, die bei den eigentlichen Aufgabenfeldern fehlen. Im worst case ist das Resultat, im Business Kontext gesehen, noch ungenau oder inkorrekt. Abgesehen davon, dass sich im Team vielleicht auch Frust aufbaut. Nicht schön …
Liebe mehrsprachige Kolleg:innen, ihr leistet großartige Arbeit in Unternehmen und liebe Vorgesetzte (Chefs oder Chefinnen) denkt an Euer Team und die „Lastenverteilung“ – Ihr habt doch uns 😊

