Österreichische Marillenknödel

Das Rezept für die­se Woche kommt aus Öster­reich – vor­ge­stellt von Jes­si­ca May:

Ich kann mich noch gut erin­nern, dass mei­ne Oma in den Feri­en öfters Maril­len­knö­del gemacht hat. Das war für mich immer etwas beson­ders – Omas Verwöhn-Programm.

Heu­te isst man die Maril­len­knö­del haupt­säch­lich als Nach­spei­se. Frü­her war es als Haupt­ge­richt gedacht, wie übri­gens auch die meis­ten ande­ren öster­rei­chi­schen Mehlspeisen.

Schon gewusst, dass die eins­ti­ge Luxus­spei­se und spä­te­re Haus­manns­kost heu­te unter kuli­na­ri­schem Denk­mal­schutz steht? Unglaub­lich aber wahr!

Sie zäh­len zu den Küchen­klas­si­kern, deren Rezep­tu­ren in einem Safe der Öster­rei­chi­schen Natio­nal­bi­blio­thek in Wien lagern — um sie der Nach­welt zu erhalten.

Hier Omas Ver­wöhn Programm:

  • Arbeits­zeit: ca. 30 Minuten
  • Ruhe­zeit: ca. 1 Stunde
  • Koch-/ Back­zeit: ca. 30 Minuten
  • Gesamt­zeit: ca. 2 Stunden
Zutaten für 5 Portionen:
  • 500g Quark (Top­fen)
  • 100 g Butter
  • 2 Ei(er)
  • 250 g Mehl
  • 1 Prise(n) Salz
  • etwas Wei­zen­grieß zum Bin­den d. Teiges
  • 10 Aprikose(n) (Maril­len)
  • Sem­mel­brö­sel
  • Zucker
  • But­ter
  • evtl. Zimt

Die ange­ge­be­ne Teig­men­ge reicht für 10 Knödel!

Top­fen, Eier, But­ter und Salz zu einem glat­ten Teig ver­kne­ten, ca. 1 — 2 EL Grieß hin­zu­fü­gen und noch­mals gut durch­kne­ten. Ca. 1 Stun­de kalt stel­len, damit der Grieß quel­len kann.

Maril­len ent­ker­nen. Anstel­le von Maril­len kann man auch Zwetsch­gen verwenden.

Den Teig zu einer Rol­le for­men und in 10 glei­che Tei­le tei­len. Da der Teig etwas kleb­rig sein kann, immer mit bemehl­ten Hän­den den Teig um die Früch­te wickeln. Der Teig­man­tel wird je nach Grö­ße der Früch­te ca. 1 — 2 cm dick sein.

In leicht sie­den­dem, leicht gesal­ze­nem Was­ser ca. 20 — 30 min zie­hen las­sen (kommt dar­auf an, ob sie frisch ver­wen­det wer­den, oder aus dem Tief­küh­ler in den Topf kom­men). Der Teig soll­te schön auf­ge­gan­gen sein und die Frucht innen weich.

Wäh­rend­des­sen in einer gro­ßen Pfan­ne But­ter erhit­zen, Sem­mel­brö­sel und Zucker zuge­ben und auf klei­ner Flam­me lang­sam braun rös­ten. Die jeweils ver­wen­de­te Men­ge an But­ter, Brö­sel und Zucker kann jeder selbst bestim­men, ist Geschmacks­sa­che.
Die fer­ti­gen Knö­del abtrop­fen las­sen, zu den brau­nen Brö­seln in die Pfan­ne geben, rund­her­um wen­den und noch warm ser­vie­ren.
Evtl. mit Staub­zu­cker und Zimt bestreuen.

Guten Appe­tit!

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