Wir fragen:
Dolmetschen ist mehr als nur das Übertragen von Worten einer Sprache in eine andere. Es ist, als würde man die Welt durch eine andere Linse sehen – eine, die es erfordert, mit kulturellen Nuancen in beiden Sprachen vertraut zu sein und sie auch sofort umsetzen zu können.
❔ Wie wichtig ist dieses Fingerspitzengefühl?
Auf Konferenzen erleben Dolmetsch-Teams Stimmungen und nonverbale Kommunikation hautnah mit und können darauf eingehen
❔ Muss die dahinterliegende Botschaft in der Verdolmetschung präsent sein oder liegt darin eher die Gefahr, dass der der/die Dolmetscher:in nicht objektiv ist?
Wenn engagierte Sprecher oder Moderatoren den Vortrag emotional oder temperamentvoll halten, gehen die Dolmetscher:innen da voll mit und passen ihrerseits die Stimme an.
❔ Fördert die gleichmäßige Computerstimme nicht eher die Fokussierung auf die Inhalte?
Idiomatische Ausdrücke, Anekdoten, indirekte Sprachbezüge oder Witze kennen wir in unserer eigenen Muttersprache – die menschlichen Teams kennen sie auch in der zu verdolmetschenden Sprache.
❔ Kann das nicht der KI beigebracht werden?
Präsentationen werden oft nicht in der Schriftsprache gehalten und Dialekte sind eine echte Herausforderung auch für die besten Dolmetscher:innen
❔ Wollen die Sprecher:innen auf Mundart verzichten?
Bei Meetings und Verhandlungen wird oft diskutiert, Ideen „im Kopf“ während des Sprechens herausgearbeitet und dann werden die Sätze nicht fertig formuliert. Das passiert ziemlich häufig. Unsere Teams wissen um die Thematik und vervollständigen den Satz selbständig, fügen das fehlende Verb ein oder ergänzen den Satz um den in der Eile des Gefechts vergessenen Bezug.
❔ Sollte eine maschinell gestützte Verdolmetschung den fehlenden Satzteil wie unsere Profis erahnen?
Bei Paneldiskussionen mit schnell wechselnden Sprechern müssen die menschlichen Dolmetscher oft mit „highspeed“ zurechtkommen und lassen daher reine Füllwörter aus um nicht „nachzuhinken“.
❔ Ist die menschliche Verdolmetschung verzögert?
Viele Inhalte der Reden und Präsentationen sind absolut vertraulich. Unsere Teams sind geschult, Vertraulichkeit einzuhalten und ethischen Richtlinien zu folgen. Für sensible Themen (rechtlich, medizinisch, geschäftlich) sind Menschen die sichere Wahl.
❔ Verunsichern uns nicht immer wieder mal Datenlecks oder Risiken von KI-Plattformen?
Menschen verdolmetschen nicht nach Algorithmen, sondern mit Herz und Verstand. Sie folgend nicht exakt dem Ausgangstext Wort für Wort, sondern formulieren geschickt um.
❔ Ist es nicht besser, wenn strikt dem vorgetragenen Wort gefolgt wird?
Wir finden
Die KI-Verdolmetschung kommt ursprünglich von der maschinellen Übersetzung und ist eigentlich lediglich eine „gesprochene“ Übersetzung. Eine schriftliche KI-Übersetzung wird in der Regel im Nachhinein von menschlichen Übersetzern begradigt (Post-Editing). Das geht beim Dolmetschen nicht. Daher sind wir überzeugt, dass in den meisten Fällen der Einsatz von menschlichen Dolmetsch-Teams sinnvoller ist, wenn auch mit deutlich höheren Kosten verbunden.
Unsere Kunden:innen entscheiden – wir passen uns jedem Bedarf / Budget an und beraten euch gerne.
Und nicht zuletzt – selbst die Tech-Firmen setzen für Ihre wichtigen Veranstaltungen „human interpreters“ ein.
