Alles begann mit einem kleinen Auftrag: Der erste Kunde stand „plötzlich“ vor der Tür und brauchte eine Übersetzung. Monica erzählt das heute noch gerne. Sie war eben mit dem gerade mal 7 Tage alten Baby aus der Klinik nach Hause gekommen und hatte völlig vergessen, dass ab April eine Anzeige geschaltet wurde. Kunde und Monica waren etwas irritiert. Mit der schnell angefertigten kurzen Übersetzung war der Kunde zufrieden und die ersten 25,00 D-Mark verdient. Diesen Kunden durften wir übrigens bis zu seiner Rente und der Auflösung seiner Firma begleiten – eine Zusammenarbeit, die uns bis heute in besonderer Erinnerung geblieben ist. Er und eine etablierte Übersetzerin, die als Mentorin den Start begleitete, haben Allround Service vielfach weiterempfohlen und so den Grundstein für Wachstum gelegt. Den Firmennamen Allround Service samt Logo (das wir nur behutsam im Laufe der Jahre verändert haben) verdanken wir einem Studien-Kollegen von Monica. 1981 war es noch wichtig, möglichst „weit oben“ in den Gelben Seiten zu stehen und die Idee war schon damals, Übersetzungen, Dolmetschen und Schreibarbeiten (so nannte man das) als Allround Service mit einer globalen Vision anzubieten.
In dieser Zeit wurden Übersetzungen und Transkripte noch mit der Schreibmaschine erstellt. Tippfehler? Die wurden mühsam mit TippEx korrigiert – wer erinnert sich noch daran? Später kamen Schreibmaschinen mit Korrekturband und schließlich erste Modelle mit kleinem Speicher. Unseren ersten „PC“ (eine Canon VP2000) mussten wir noch mit einer Programmdiskette starten und „höllisch“ aufpassen, dass die Speicherdiskette nicht zu voll wurde, sonst war der Text weg. Damit haben wir ein über 1000-seitiges theologisches Werk erfasst. Auch die Übersetzungen wurden damit erstellt, Recherchearbeit erfolgte am Boden mit vielen aufgeschlagenen Büchern, der Brockhaus Enzyklopädie und richtig dicken Wörterbüchern. Die fertigen Werke wurden selbstverständlich persönlich abgegeben und so entstanden viele gute Kundenkontakte.
In dieser Zeit fing auch Petra bei uns an und die erste Freelancerin (Übersetzerin für Spanisch).
Schließlich kamen auch die ersten Dolmetsch-Aufträge und damit waren wir endlich ein Allround Service. Auch die ersten Verhandlungen mit Einkäufern der Industrie wie Siemens oder EADS standen an. Monica war immer erleichtert, wenn sie diese Gespräche gut überstanden hatte.
Das erste Büro wurde 1987 gemietet und die – zu der Zeit – neueste Technik zog ein, zum Beispiel ein Modem. Das charakteristische Einwahlgeräusch haben einige bis heute im Ohr. Wer mag, kann es sich im Film „e-m@il für Dich“ noch einmal anhören 😉
In all den Jahren haben wir Trends kommen und gehen sehen, Herausforderungen gemeistert und den Wandel hin zu einer immer schnelleren Zeit aktiv angenommen. Stillstand gab es bei uns nie – stattdessen kontinuierliche Modernisierung und Weiterentwicklung bis heute.
Ein solcher Rückblick macht auch bewusst, wie lange wir bereits mit vielen Kunden und Freelancern zusammenarbeiten und wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter uns schon über Jahre hinweg begleiten. Werte wie Fairness, Verlässlichkeit, Qualität und Teamgeist haben dazu sicher ihren Teil beigetragen.
Unser herzlicher Dank gilt allen, die Teil dieser Reise waren und sind und diesen Weg möglich gemacht haben. Besonders danken wir für Engagement, Loyalität und Vertrauen – und dafür, dass wir gemeinsam mit unseren Kunden (und in den ersten Jahren manchmal auch mit deren kleinen Hilfestellungen) Visionen verwirklichen durften und weiterhin dürfen. Monica sagt immer noch „Gott sei Dank“.
So hat es angefangen … wie es weiterging … dazu gäbe noch einige Stories zu erzählen! Sollen wir weiter berichten – wie es war im kleinen Büro in der Fraunbergstraße und von Monica, dann mit drei Kindern?
Wir freuen uns darauf, mit voller Energie in die kommenden Jahre zu starten – und sind gespannt, was die Zukunft bringt. In diesem Sinne: Auf die nächsten 45 Jahre! 🥂
P.S. Die „Story“ soll auch den jungen Kollegen:innen, die jetzt oder bald anfangen, Mut machen.
